Springtraining

Gestern war ich mit A. aus meinem Stall bei Springtraining. Springgymnastik für Einsteiger, so dachte ich ist vielleicht keine schlechte Idee.

So haben uns A. und ich um 9 Uhr im Stall getroffen, die Pferde fix verladen und sind dann ins nächste Dorf zum Training gefahren.

Willi ist nicht der begabteste Springer und auch nicht der Mutigste.

Neulich bin ich ja im Stall von einer anderen Reiterin angesprochen worden, dass ich meinem Pferd einfach zu viel zumute. Willi gebe sich solche Mühe meinen Ansprüchen zu genügen, aber er kann das doch mit seiner schwachen Hinterhand alles garnicht. Vielleicht solle ich mir ein zweites Pferd anschaffen das den Ansprüchen genügen könne und Willi meiner Reitbeteiligung zur Verfügung stellen, damit diese wie stets einfach nur ausreitet. Das bekäme dem Willi am Besten.

Ich war perplex und mir fehlten die Worte.

Zum Einen fragte ich mich, welchen hoch ambitionierten Ansprüche ich an Willi stellte?

„Welche Ansprüche habe ich denn an Willi?“ – fragte ich sie dann so.

“ Du gehst auf Fuchsjagd, machst Dressurseminare, und nun auch noch Working Equitation. Und neulich beim Springen hat er sich verletzt. Das kann der Willi doch alles garnicht!“

„Ich will ja nicht auf Tunier gehen.“ sage ich, “ Ich suche Anregungen, Hilfe und ein bisschen Abwechslung ist ja auch schön. Und dass er sich beim Springen vertreten hat, kann ja auch auf einem Ausritt passieren.“

Ich war etwas verletzt, gebe ich zu.

Ich springe mit Willi nicht, ich hüpfe mit ihm über ein paar Cavelettistangen, da waren die Hindernisse aber auf der Fuchsjagd oder die Baumstämme im Wald aber höher, maximal 80cm. Und mehr kann Willi eh nicht wirklich, eher niedriger – ein etwas höherer Galoppsprung.

Fördern, aber nicht überfordern, ein gesundes Mass. Von Nichts kommt Nichts, denke ich.

Wie soll man eine schwache Hinterhand trainieren, wenn nicht mit Gymnastik? Das kann bergauf-bergab reiten sein, aber auch Stangenarbeit und ab und zu auch mal Springen, oder einfach Bodenarbeit.

Sie sollte mal Bodenarbeit mit ihrem Traber, der ebenfalls oft Probleme mit Bändern und Sehnen hat, machen, denke ich noch so, sage es aber nicht.

Während sie mich weiterhin fast vorwurfsvoll anschaut und sich bestätigt fühlt, weil eine andere Reiterin daneben nickend zustimmt und mich mit dem sie-hat-nicht-ganz-Unrecht- Gesicht anschaut.

„Tja, sage ich, das Geld hätte ich, für ein zweites Pferd, nur nicht die Zeit.“ – sage ich, und weiss auch nicht wieso.

„Na, dann reitet Deine Reitbeteiligung Willi, dann haste Zeit.“

Äh, ja na klar, ich überlasse meinen Willi meiner RB und zahle brav für ihn alles, geht’s noch??!! Langsam wandelt sich meine Überraschung in Ärger. Seh‘ ich wirklich so blöde aus? Andere reiten ihre Pferde kaputt, und ich stecke einen Haufen Geld in ein lahmendes Pferd und mache es gesund, um es dann jemand anderem zu überlassen, und nicht weiter zu fördern?? Nur im Wald rumzuckeln? Nein, denn was wird dadurch besser?

Dennoch, 2 Tage später frage ich meine Chiropraktikerin und Tierärztin, welches Training sie für Willi empfehle, und ob ich auch mal ab und zu Springen dürfe?

Seit Sommer 2016 ist Willi lahmfrei und gesund – er hat nie wieder Probleme seitdem mit Sehnen, Bändern oder Gelenkentzündungen – oder irgendwelche anderen Krankheiten – gehabt. Ihr Kommentar: „So schlecht kann das, was Du bisher gemacht hast ja für ihn nicht sein. Muskulär hat er aufgebaut und auch sonst sieht er gut aus.“

Diese Aussage hat mich dann doch erleichtert, ganz ehrlich.

Ich kam mir vor als hätte man mir Verantwortungslosigkeit oder gar Tierquälerei vorgeworfen!

Und so kam es, dass ich mich aus Neugier zu dem Springtraining anmeldete.

Die Trabstangen hatte Willi sehr sehr gut gemeistert, flüssig ist er rüber gegangen.

Dann mussten wir über eine Reihe: Trabstange, kleines Kreuz, eine Galoppstange und nochmal 2 Galoppstangen. Das war schon anstrengend. Als dann in der dritten Lektion nach 40 Minuten insgesamt, mit einem anschliessendem in-and-out war klar, dass Willi keine Kraft mehr hat, er hat gerissen und ist rüber gestolpert. Damit war das Training für mich beendet.

Willi war danach sehr müde, und ich denke er wird heute auch Muskelkater haben. Ich glaube aber, dass es ihm dennoch ein wenig geholfen hat. Während des Springens ist sein Galopp gesetzter geworden. Willi fällt es normalerweise noch immer schwer auf dem Reitplatz richtig zu galoppieren. Er braucht Platz und wird eher flach, Rechtsgalopp, Linksgalopp, kann er auch nicht so richtig, meistens galoppiert er nur links. Gestern merkwürdigerweise oft rechts.

Überhaupt, wenn man versucht mit ihm zu galoppieren wird alles unkoordiniert, er fällt auseinander, bekommt seine Beine nicht sortiert und so weiter.

Ich werde versuchen mit Tempiwechsel das noch mal zu üben. Es hat damals als ich mit ihm in Brück stand und ich regelmässig auf dem kleinen Reitplatz dort nur allein für mich geritten bin, schon mal besser geklappt. Dort konnte ich schon mal vernünftig auf dem Zirkel galoppieren.

Manchmal ist es schon etwas frustierend sich alles erarbeiten zu müssen und nicht auf einem gut ausgebildeten Pferd zu reiten, das einfach geht 😉

Hier auf der Fuchsjagd, mit deutlich zu frühem Absprung 😉 – wir sind aber gut gelandet…

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Vegane Steigbügelriemen

Wer gerne auf Leder verzichten möchte, und trotzdem hochwertige Steigbügelriemen haben möchte, der sollte hiermal schauen.

Leider gibt es die nicht in der Farbe: London oder Cognac, schade!

https://dt-saddlery.de/de/steigbuegelriemen-lemicor.html

Edel edel

Heute ist meine Schabracke angekommen, die einzige, die es in dieser Farbe noch gab, habe ich im Internet gefunden. 🙂

Dazu habe ich einen Shop gefunden, der mir sehr gut gefällt.

Die Eigentümerin gibt sich ausserdem sehr viel Mühe und hat die Schabracke liebevoll eingepackt. Es gab Gummidrops dazu, einen Aufkleber, einen Gutschein über 10 Euro und eine persönlich handschriftlich verfasste Dankeskarte.

Das nenne ich mal Service!

Der Shop heisst: http://www.kavalio.de

Nein, ich bekomme kein Geld dafür, dass ich jedes Mal den Shop benenne. Ich denke nur, wem es gefällt und wer gerne etwas ähnliches shoppen möchte, weiss dann gleich, wo er schauen kann.

Wo man auch sehr schöne Sachen bestellen kann ist hier:

A Gallant Horseman

Ich freue mich auch immer über Tips, wo man schöne Sachen bekommt.

Die Schabracke ist wirklich edel gefertigt.

Sie ist von PS of Sweden.

Fuchsjagd II 2018

Und noch eine Fuchsjagd.

Dazu fuhren Willi, meine RB und ihr Sohn und ich nach Trechwitz zum Biohof Mühlenberg.

Dort steht 2 meiner Freundin mit ihren COB erkranktem Pferden, denn Karina, die dortige Reitlehrerin, Bereiterin und Pferdepflegerin kümmert sich hervorragend um die Pferde und sorgt für wunderbare Bedingungen für die erkrankten Pferde. Kein Husten mehr seitdem! Super!

Was soll ich sagen, es war ein flotter Ausritt mit für spring-unbegabte Pferde herausfordernden Hindernissen, und einer Masterin, die es faustdick hinter den Ohren hat 🙂

So liess sie uns alle in Reih und Glied erst aufstellen, dann antraben, dann angaloppieren und dann haute sie die Bremse rein. Fast alle schossen an ihr vorbei, ich natürlich auch.

Ich hatte zum Schluß 15 Euro Strafe an das Jagdgericht zu berappen 😉

Hat Spass gemacht, und die Gulaschkanone aus echtem Schweine-Biofleisch von ihrem Vater zubereitet war eine Wucht. Danke!!

 

Achso, den Fuchsschwanz musste man auf einer Wiese suchen. Den hatte Karina dort vorher versteckt.

Ich ritt noch mit anderen auf der Wiese umher, als er schon längst gefunden war ;).

Wir mussten extra benachrichtigt werden. Ich meine, die Wiese war groß und wir am anderen Ende, quasi mit der Nase am Boden, da haben wir die Rufe und das Winken vom anderen Ende nicht gehört. 🙂

Fuchsjagd I 2018

Und wieder einmal war ich auf der Fuchsjagd des Reitvereins Großbeuthen e.V..

Wie ich finde, ist es jedes Jahr wieder gleich schön.  3b34bd9b-d840-4725-b3cb-f73c59229919

Der Ritt geht von Großbeuthen, klar, in die Glauer Berge, wo wir auf einer Wiese rasten. Dann gibt es leckere belegte Brötchen, Suppe, Getränke und Kuchen.

Das alles in einer sehr familiären Atmosphäre.

Dieses Jahr ist auch Willis Reitbeteiligung mit gekommen, auf dem Kremser. Ich denke, ihr hat es auch Spass gemacht. Beeindruckt war sie vn den großen Kaltblütern 😉 WOW.

Nach der Rast hat sich dann doch noch unsere erkrankte Freundin eingefunden und ist ebenfalls auf dem Kremser mit zurückgefahren.

Ende gut – alles gut!

Hier ein paar Impressionen.

Die Fotos

Ich verwende in diesem Blog viele Fotos, die meine Freundin Tanja geschossen hat.

So zum Beispiel auch das Titelfoto, wie auch die Fotos von unserer gemeinsamen Ostseereise.

Ich finde, sie macht tolle Fotos, und vielleicht hat sie ja irgendwann einmal die Ambition, dieses semi-professionell zu betreiben 🙂

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Urlaub and der Ostsee mit Willi

Letztes Jahr waren meine Freundin, ihre Tochter und ihre Reitbeteiligung an der >Ostsee in der Nähe von Heiligendamm.

Wunderschön ist es dort und ich fahre auf jeden Fall wieder dort hin!

Die Anlage ist sehr sauber, großzügig und bietet viele Möglichkeiten. Eine große Halle, trockene Unterstände gleich in der Nähe der Halle. Neben der Halle befinden sich die Boxen mit großzügigen Paddocks. Und wenn man durch die Stallgasse nach draußen geht, beginnen dort die kleinen Weiden, auf die man sein Pferd tagsüber stellen darf und selbstständig auch wieder reinholen darf.

Die Boxen waren dank Jens pikobello mit Stroh und/oder Streu eingestreut, und Heu gab es 24 Stunden sowohl draussen als auch in der Box immer satt. Perfekt. Danke Jens!

Der Hof auf dem ich war heisst: Reitcamp Börgerende

http://www.reitcamp-börgerende.de

 

Leider, leider ist das Pony meiner Freundin ums-Verrecken-nicht in den Hänger gegangen, auch nicht durch gutes Zureden von Willi. So war es wirklich! Nachdem sie uns ausgebüxt war, man muss dazu sagen, es handelt sich dabei um ein Haflinger-Kaltblut-Stütchen von über 600kg Lebendgewicht, – also nachdem sie ausgebüxt war, ging Willi zu ihr und wollte sie beruhigen. Und man sah es ihm im Gesicht an, wie er ihr gut zuredete: Süsse, was ist den los? Komm doch mit! Es ist alles gut! Aber Polly liess sich nicht überreden, und so blieb sie dann da.

Vor dem Reitunterricht hatte meine Freundin der Reitlehrerin dort davon berichtet. das war ein Fehler. Denn prompt flog dies als Bumerang wieder an ihren Kopf, als die Reitlehrerin den Mädels zeigte, wie man mit dem Zeigefinger voran führt, und auch sonst, wie man reitet. Immer schön treiben und treiben und treiben, und den Hacken in die Flanken bohren.

„Machste denn auch Bodenarbeit mit deinem Pferd“, fragte sie dann meine Freundin.“Ja, klar“, sagte sie. „Na, das kann ja nicht doll sein, sonst wäre dein Pony  ja auf den Hänger gegangen“, sprach die Reitlehrerin und hatte verschissen. 🙂

Zweimal nahm auch ich an den geführten Ausritten teil, nett, aber zu langsam. Aber das musste so sein, denn wir hatten ja auch junge Mädchen dabei.

Das alles verdarb uns aber nicht den Spass, wir hatten schöne 4 Tage und lustige Abende beim Exit-Spiel.

Danke auch für die schönen Fotos, T. und L. 🙂